MentorInnenNetz
der MentorInnen für Bürgerschaftliches
Engagement Freiburg
Begriffsklärung
Mentor bedeutet soviel wie Lehrer, Berater, Erzieher, väterlicher Freund.
In der griechischen Mythologie war Mentor der Erzieher von Telemach, dem
Sohn des Odysseus, solange dieser auf seinen berühmten Reisen war.
Gelegentlich soll die Göttin Athene in Gestalt
von Mentor aufgetreten sein (was vielleicht auch unsere hohe Frauenquote erklärt).
Mentorin / Mentor für
Bürgerschaftliches Engagement
Wir Mentorinnen und Mentoren haben alle einen Kurs absolviert, der uns von
der Stadt Freiburg - mit
finanzieller Unterstützung vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches
Engegement (letztlich vom Sozialministerium BW) - angeboten wurde. - Siehe
auch: buergerengagement.de
und b-b-e.de
Wir sind Bürgerinnen und Bürger, die sich in Vereinen, Stadtteilen,
Verbänden oder Initiativen um eine Verbesserung des Miteinanders kümmern
und Interesse für ihr Gemeinwesen mitbringen.
Wir sind erfahrene Freiwillige, die die Chancen eines solchen Engagements
auch anderen zugänglich machen.
Die Idee des Mentorats für
Bürgerengagement
Grundidee des Mentorats ist die Weiterentwicklung des Bürgerengagements
in Baden-Württemberg durch engagierte Bürgerinnen und Bürger, die über
ihre eigenen Interessen und die Anliegen von einzelnen Vereinen und
Initiativen hinaus das Gemeinwohl in ihrer Gemeinde im Blick haben. Sie
wollen als Bürgermentorinnen und Bürgermentoren dazu beitragen, dass
Landkreise, Städte und Gemeinden zu echten Bürgerkommunen werden.
Die Ziele des Mentorats für
Bürgerengagement
Das Mentorat für Bürgerengagement will, dass einzelne Bürgerinnen und
Bürger sowie bürgerschaftliche Initiativen über Einzelinteressen und
Spartendenken hinaus in Netzwerken wirken, Kooperationen vereinbaren und im
Sinne des Gemeinwohls an der bewussten Gestaltung einer bürgerschaftlich
geprägten sozialen Kultur mitwirken.
BürgermentorInnen können mit ihren persönlichen Kompetenzen und
Erfahrungen im EngagementDialogstifter, Brückenbauer, Vernetzer, Vorbilder
und Vorreiter sein und mitihren Möglichkeiten zum produktiven
Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure im Gemeinwesen beitragen.
Langfristig soll erreicht werden, dass es in allen Landkreisen, Städten und
Gemeinden im Baden-Württemberg BürgermentorInnen gibt. Diese sollen als
unverzichtbarer Teil des Bürgerengagements bekannt und anerkannt sein und
in ihrer für die Weiterentwicklung einer bürgerschaftlichen Kultur
wichtigen Rolle wertgeschätzt werden. Dazu braucht es einerseits eine
qualifiziert Schulung und andererseits von Seiten der Kommunen einen
verlässlichen Rahmen, der den BürgermentorInnen ihr Wirken ermöglicht.
Die Aufgabenfelder von
BürgermentorInnen
Die Aufgabenfelder orientieren sich einerseits an den Kompetenzen,
Fähigkeiten, persönlichen Vorlieben und Interessen der MentorInnen und
andererseits an den örtlichen Gegebenheiten.
Jede BürgermentorIn entwickelt im Mentorenkurs und vor allem in der
Begleitung danach das für ihn passende Aktivitätsprofil in Abstimmung mit
den örtlichen Erfordernissen.
Dieses spezifische Aktivitätsprofil hat als Hintergrund immerden im Kurs
geschärften Blick auf die gesamte "Engagementslandschaft". Das
Mentorat setzt Offenheit und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen
MentorInnen und anderen Akteuren im Gemeinwesen voraus.
Die Grundlage für jede Bürgermentorin und jeden Bürgermentor istdie im
Mentorenleitbild beschriebene Fähigkeit, im Gemeinwesen mit seiner
vielgestaltigen Engagementlandschaft als Dialogstifter, Türöffner und
Brückenbauer zu wirken.
Vielfältige
Einsatzmöglichkeiten
BürgermentorInnen für Bürgerengagement können in vielen Feldern
aktiv werden z.B.:
| - | Begleitung von örtlichen Jugendfreiwilligenprojekten nach dem JES-Konzept. |
| - | Arbeit mit Familien, um Impulse für neue Projekte und Initiativen zu geben. |
| - | Stiftung von Kooperationen z.B. von bürgerschaftlichen Initiativen mit Arbeitsgruppen der lokalen Agenda. |
| - | Zusammenführen unterschiedlicher Akteure (vom Sportverein, dem Weltladen, der Feuerwehr, dem Jugendclub, über Schulen, Kindergärten, Altenbegegnungsstätten, Pflegeheimen, Behindertengruppen, Kulturinitiativen bis zu Firmen, Stadtmarketing usw.). Den Möglichkeiten und der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. |
| - | Entwicklung bürgerschaftlicher Projekte in der Altenpflege oder Behindertenhilfe. |
| - | Verankerung von Bürgerengagement in kulturellen und ökologischen Projekten. |
Diese Aufzählung ist beispielhaft zu sehen. In der Praxis werden sich für das Mentorat im Bürgerengagement je nach den örtlichen Gegebenheiten und den Möglichkeiten der BürgermentorInnen weitere Schwerpunkte und Beispiele entwickeln.